Occhio – systematisch anders

Axel Meise war mal eine grosse Leuchte in der Lichtbranche. Dann so gut wie pleite.
Heute strahlt sein Name wieder – vor allem, weil er einiges anders macht als andere.

Wir haben mit ihm darüber gesprochen und Spannendes gelernt.

Der gebürtige Düsseldorfer Axel Meise hat sich schon früh mit dem Thema Licht auseinandergesetzt. In seiner Jugendzeit baute er bereits Leuchten für sein Zimmer, wobei ihn weniger das Design der Leuchte, sondern eher das von ihr erzeugte Licht interessierte.

Nach der Aufnahme eines Maschinenbaustudiums im Jahre 1982 begann er bereits ein Jahr später, von ihm entworfene Leuchten zu verkaufen. 1987 stellte Axel Meise sein neues Niedervoltsystem das erste Mal auf einer Messe vor. Zu dieser Zeit verzeichnete die deutsche Lichtindustrie gerade einen erheblichen Aufschwung, was Axel Meise dazu brachte, sein Studium abzubrechen und eine eigene Firma, die Axel Meise Licht GmbH, zu gründen.

Die Geburtsstunde von Occhio

1999 präsentierte Axel Meise die erste Occhio – zu deutsch „Auge“, eine ganze Leuchtenfamilie folgte. Das Prinzip ist so einfach wie genial: Schwenkbare Leuchtkörper können mit verschiedenen Reflektorköpern, Linsen und Farbfiltern kombiniert werden, wodurch nahezu jede Lichtanwendung sowohl im privaten als auch professionellen Bereich realisiert werden kann und zum ersten Mal eine durchgängige Lichtgestaltung möglich ist. So lässt sich vom Schreibtisch bis zum Großraumbüro alles mit einem einzigen System beleuchten.

Die Idee geht auf: Occhio feiert Erfolge, die einen schwindeln lassen. Gigantische Messeauftritte, Flagshipstores, international ausgewählte Fachhandelspartner. Ein Corporate Design, das dem von Apple nicht unähnlich ist. Die Käuferschar scheint genau darauf gewartet zu haben. Nur so ist es zu erklären, dass die kostspielige Leuchte auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten einen Erfolg nach dem anderen feiert. Occhio ist das Ergebnis einer 25-jährigen Beschäftigung mit Licht und zugleich der Anfang eines kontinuierlichen Innovationsprozesses.

Mito
Das Meisterstück – Perfektion bis ins Detail, einzigartig in Design und Funktion.

«Für jeden Raum, jede Funktion muss sich der Kunde eine Leuchte aus irgendeiner Kollektion herauspicken. Am Ende hängt die Wohnung voller unterschiedlicher Leuchten aus unterschiedlichen Materialien und Formen.»
«Ich habe damals zu viele Dinge versucht, die ich nicht beherrschte – Produktion, Mitarbeiterführung, Finanzen, vor allem Komplexität. An ihr ist die Firma letztlich gescheitert.»

Sento
Das modulare LED-Leuchtensystem für den Wohn- und Objektbereich.

Più RS
Eine neue Klasse der Rauminszenierung mit Licht.

«Bei vielen Leuchten hat man den Eindruck, dass irgendein Designer eine wunderschöne Form gestaltet und erst danach darüber nachgedacht hat, was man mit einer solchen Leuchte eigentlich anfangen kann.»
«Produkte können kopiert werden, aber eine Philosophie bleibt originär.»

io
Magische Beweglichkeit, individuelle Stilwelten, einzigartige Bedienung. Für einen ganz neuen Umgang mit Licht.

lui spotlights
Raffinierte Lichttechnik in perfekter Form.

«Das Licht interessiert mich, nicht die Leuchte drum herum.»
«Im Prinzip kann man genauso, wie man sich für einen Typ Türdrücker entscheidet, seine Wohnung durchgängig mit einem Leuchtensystem ausstatten.»

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Die erste Schirmleuchte mit veränderbarer Ausstrahlung.

Sento sospeso
Innovation pur: Eine Pendelleuchte, im Design vollendet, mit raffinierten Bedienfunktionen und einer unvergleichlichen Höhenverstellung.

«Natürlich stellt sich immer die Frage nach dem nächsten grossen Wurf. Ich glaube aber, das Allergefährlichste wäre, ihn planen zu wollen.»
«Gerade jetzt geht ein Aufschrei durch die Gesellschaft: Die Glühbirne wird verboten und soll durch die Energiesparlampe ersetzt werden. Jeder, der das Licht einer Energiesparlampe schon einmal erleben durfte, sieht das als Rückschritt der Licht- und damit der Lebensqualität. Der Mensch sehnt sich nach warmem Licht und empfindet natürlich erzeugtes Licht als angenehm. Das bietet in Zukunft nur die Halogentechnik. Wir sollten aber zwischen privatem und gewerblichem Bereich unterscheiden. Es gibt noch keine Technologie, die für alle Zwecke die ideale ist. Deshalb argumentiere ich gerne gegen den Trend und oute mich als LED-Skeptiker.»
«Wir ziehen sehr konsequent „form follows function“ durch. In der Regel finden Sie bei unseren Produkten nichts, was nicht aus der Funktion heraus da ist.»