Ein neues Kapitel für ein Traditionshaus

Engadiner Häuser wie jenes in Sent gibt es nur wenige. Umso wichtiger, bei einer Renovation mit der nötigen Sorgfalt vorzugehen und die Geschichte des Hauses zu bewahren. Architekt Duri Vital schaffte es, die Brücke zwischen Tradition und Moderne zu schlagen. Iwan Hirsch und Gisela Bischof sorgten in enger Zusammenarbeit mit Duri Vital für die richtige Lichtstimmung und ein ausgewogenes Einrichtungskonzept.

Gisela Bischof
Einrichtungsberaterin & Farbdesignerin

Iwan Hirsch

Iwan Hirsch
Lichtplaner

Wie läuft die Zusammenarbeit zwischen dem Kunden, dem Architekten und euch?

Gisela: Im Grundsatz geht es darum, die Wünsche des Kunden und die Ansprüche der Architektur harmonisch zu vereinen. In der Zusammenarbeit mit Duri Vital und mit einer offenen Diskussionskultur haben wir dies geschafft. Wir nutzen die Stärken des Einzelnen, so entstehen im Team wunderbare Ergebnisse.

Iwan: Bei dieser schönen Aufgabe und Herausforderung, die nicht alltäglich ist, durfte ich in guten und interessanten Gesprächen mit dem/der Bauherr/in und dem Architekten ein rundum passendes Lichtkonzept entwickeln, das sich in die Architektur einfügt, Details hervorhebt und eine erholende «Ferienstimmung» ausstrahlt.

Macht es einen Unterschied ob man eine Ferienwohnung oder Privatwohnung illuminiert?

Iwan: Ja und nein. Ja darum, weil auf den verdienten Urlaub freuen wir uns alle und in den Ferien möchten wir uns erholen, Neues erleben und die Seele baumeln lassen. Nein darum, weil wir auch im Alltag Ansprüche haben und uns wohlfühlen möchten. Bewusst oder unbewusst.

Was muss ich bei der Farbwahl für meine Einrichtung beachten?

Gisela: Farben sollen dem Besitzer gefallen, aber auch ins Objekt passen. Farben können punktuell eingesetzt werden, z.B. mit Accessoires. Sie können aber auch die Architektur unterstreichen. Dann ist ein professionelles Farbkonzept gefragt. Die Aussage eines Raumes kann unter Einbezug von Farben sehr stark verändert werden.

Feine Farbzusammenstellungen verschiedenster Materialien sind für ein harmonisches Endergebnis ein Muss. Das erfordert ein breites Basiswissen, ein Gespür für den Farbausdruck und viel, viel Erfahrung.

Engadiner Häuser sind speziell. Gäbe es andere Gebäude, die euch reizen würden?

Gisela: Ich mag im Allgemeinen alte Gebäude mit ihrem Charme. Die bestehende Bausubstanz mit den neuen Elementen zu kombinieren, die Schönheit des Alten wieder wachzuküssen, finde ich sehr spannend. Das Resultat ist immer einmalig.

Iwan: Holzhäuser finde ich sehr spannend. Sie faszinieren mich, denn die Räume strahlen immer Wärme aus, man fühlt sich stets wohl. Der Holzduft, welcher in der Luft schwebt, beruhigt und bringt Natürlichkeit in die Räume.

Welche Aspekte sollte ich beachten, wenn ich mir eine schöne Leuchte für meine Wohnung kaufe?

Iwan:
 Frag dich zuerst, ob es sich um eine technische oder dekorative Beleuchtung handelt. Bei einer technischen Beleuchtung geht es vereinfacht darum, dass am richtigen Ort genügend Licht vorhanden ist. Bei der dekorativen Beleuchtung schafft man Stimmungslicht und setzt den Leuchtkörper als dekoratives Element ein.

Mit der heutigen LED-Technik sind die Optionen extrem gewachsen. Das Licht als solches ist völlig neu zu betrachten. Die Gestaltung eines stimmigen Lichtkonzepts wird immer anspruchsvoller, deswegen ist eine professionelle Beratung ratsam

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